Donnerstag, 05. September 2002, 20:00 Uhr

Forum für Philosophie
(Frankfurt am Main)

Hörspiel über Sokrates


Donnerstag, 12. September 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Alexander Becker
(Frankfurt am Main)

Platon: Staat


Donnerstag, 19. September 2002, 20:00 Uhr

PD Dr. phil. Hans-Dieter Mutschler
(Frankfurt am Main)

Aristoteles: Physik


Donnerstag, 26. September 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Matthias Lutz-Bachmann
(Frankfurt am Main)

Augustinus: Bekenntnisse


Donnerstag, 10. Oktober 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Käthe Trettin
(Frankfurt am Main)

Descartes: Meditationen


Donnerstag, 17. Oktober 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Hermann Schrödter
(Frankfurt am Main)

Leibniz: Monadologie


Donnerstag, 24. Oktober 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Jens Kulenkampff
(Erlangen)

Hume:
Traktat über die menschliche Natur


Donnerstag, 31. Oktober 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Manfred Kühn
(Marburg)

Kant:
Grundlegung zur Metaphysik der Sitten


Donnerstag, 07. November 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Gerhard Gamm
(Darmstadt)

Hegel:
Phänomenologie des Geistes


Donnerstag, 14. November 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Michael Fleiter
(Frankfurt am Main)

Schopenhauer:
Die Welt als Wille und Vorstellung


Donnerstag, 21. November 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Richard Burkarthofer
(Frankfurt am Main)

Kierkegaard:
Abschließende unwissenschaftliche Nachschrift


Donnerstag, 28. November 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Hans Zitko
(Frankfurt am Main)

Nietzsche:
Die Fröhliche Wissenschaft


Donnerstag, 05. Dezember 2002, 20:00 Uhr

PD Dr. phil. Peter Eisenhardt
(Frankfurt am Main)

Frege: Kleine logische Schriften


Donnerstag, 12. Dezember 2002, 20:00 Uhr

PD Dr. phil. Matthias Jung
(Chemnitz)

Heidegger: Sein und Zeit


Donnerstag, 19. Dezember 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Wolfgang R. Köhler
(Frankfurt am Main)

Wittgenstein:
Philosophische Untersuchungen



 

1. Halbjahr 2002


Donnerstag, 17. Januar 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Manfred Geier
(Hamburg)

Der Geist und die Geister

Mit keinem anderen Autor hat sich der begeisterte Metaphysiker Immanuel Kant so intensiv auseinander gesetzt wie mit dem mystischen Theosophen Emanuel Swedenborg. Denn dessen Verkehr mit den Geistern (Engel und Teufel) und den Seelen von Verstorbenen bot den wichtigsten Anlaß, eine klare Grenze zwischen Geisterseherei und Vernunftgebrauch zu ziehen, zwischen gefühlsbetonter Schwärmerei und klarem Kopf. Kants "Träume eines Geistersehers", erläutert durch "Träume der Metaphysik" (1766) war ein wegweisender Schlüsseltext für Kants Wende zur Kritischen Philosophie.



Donnerstag, 24. Januar 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Andreas Kemmerling
(Heidelberg)

Was ist menschlicher Geist?
Neue Wissenschaft und alte Begriffe

Eine seit einiger Zeit insbesondere in der Kognitionswissenschaft sehr einflußreiche Konzeption des menschlichen Geistes besagt, daß dieser ein Rechner ist und zwar im selben Sinn, in demein Computer ein Rechner ist. Dies ist zwar eine fruchtbare Arbeitshypothese zur Erforschung gewisser kognitiver Geistestätigkeiten. Als eine umfassende Konzeption der Natur des menschlichen Geistes ist sie jedoch unhaltbar. Der Kern dieses "computationalistischen" Ansatzes wird verständlich präsentiert, und es wird auch verdeutlicht, was ihn so faszinierend macht. Zu gleich werden einige Gründe dafür genannt, weshalb dieser Ansatz grundsätzlich ungeeignet ist, gewissen zentralen Aspekten menschlicher Geistigkeit gerecht zu werden.



Donnerstag, 31. Januar 2002, 20:00 Uhr

Privatdozent Dr. phil. H. D. Mutschler
(Frankfurt am Main)

Genetik und Informatik - ein Paradigmenwechsel?

Während bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts eine physikalistische Konzeption die Wissenschaften beherrschte, hat sich in letzter Zeit der Akzent auf eine Verschränkung von Genetik und Informatik, Evolutionstheorie und Computertechnologie hin verschoben. Was bedeutet es, wenn statt komologischer Modelle nun Optimierungsphänomene in den Mittelpunkt gerückt werden, die eine gewisse Wahlverwandtschaft zu ökonomischen Globalisierungsprozessen haben?



Donnerstag, 07. Februar 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Louise Röska-Hardy
(Essen)

Wie physisch ist der Geist?

Bei der Erforschung des menschlichen Geistes hat sich eine Art Revolution in den letzten Jahrzehnten vollzogen. Der einst programmatischen These, der menschliche Geist sei nichts anderes als die Tätigkeit einer komplexen Ansammlung physischer Teile, erhält heute naturwissenschaftliche Unterstützung von Seite der Neurobiologie, der Evolutionsbiologie und den Kognitionswissenschaften. Auch Philosoph(in)nen bemühen sich um eine Naturalisierung des menschlichen Geistes, der zufolge sich die geistigen Eigenschaften des Menschen auf physische Eigenschaften zurückführen lassen. Was sind die Voraussetzungen solcher Naturalisierungsprojekte und was sind ihre Aussichten auf Erfolg?



Donnerstag, 14. Februar 2002, 20:00 Uhr

Dr. med. Stefan Sahm
(Wiesbaden)

Was wissen wir, wenn wir die Gene kennen?

Nach einer verbreiteten Meinung legen die Gene den Menschen fest, nicht nur seine Haarfarbe und die Körpergröße, sondern auch seine Disposition für bestimmte Krankheiten oder für bestimmte geistige Eigenschaften. Dagegen ist es empirisch erwiesen, daß es keine solch einfachen Korrelationen zwischen Geno- und Phänotypus gibt. Gleichwohl kann die Gentechnologie bei Therapie und Diagnose sehr nützlich sein. Aber inwieweit ist der Mensch Produkt seiner Gene?



Donnerstag, 21. Februar 2002, 20:00 Uhr

Privatdozent Dr. phil. Peter Eisenhardt
(Frankfurt am Main)

Was ist Zeit?

Es wird der artistotelische Gedanke verfolgt, daß Zeit etwas "an" der Bewegung ist. Zeit sollte aber nicht als Zahl der gleichmäßigen (Kreis-)Bewegung gefaßt werden, sondern als Maß der Emergenz, der Hervorbringung von Komplexität. Im Gegensatz zu Aristoteles wird Zeit als entstanden betrachtet. Das schließt an moderne kosmologische überlegungen an, die die Zeit ähnlich einer statistischen Größe wie z.B. Temperatur behandeln. Diese überlegungen werden im Rahmen einer Komplexitätstheorie verallgemeinert.



Donnerstag, 28. Februar 2002, 20:00 Uhr

Privatdozent Dr. phil. Matthias Kettner
(Essen)

Über die Grenzen der Menschenwürde

Die öffentliche Diskussion über biopolitische Reizthemen in Deutschland hat, anders als in den USA, die Menschenwürde in die Stellung eines zentralen Orientierungsbegriffs der Bioethik gebracht. Wie verwenden wir den Begriff der Menschenwürde in Moral und Recht, wie sollten wir ihn verwenden? Leistung und Grenzen dieses Begriffs ergeben sich daraus: Menschenwürde bezeichnet den vergleichsweise höchsten moralischen Status unter Wesen, die, wie wir, normalerweise Moraleigenschaften ausbilden..



Donnerstag, 07.März 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Anton Leist
(Zürich)

Vorschlag zu einer Philosophie des menschlichen Lebens

Die gegenwärtige akademische Philosophie ignoriert weitgehend die wichtigsten Phänomene der durchschnittlichen menschlichen Lebenserfahrung. Demgegenüber soll in diesem Vortrag versucht werden, hinter solchen Phänomenen wie Geburt, Kindheit, Erinnerung, Familie, Erfolg, Unglück, Krankheit, Tod ausgehend von dem Gegensatz zwischen Handlung und Widerfahrnis eine zusammenhängende Struktur zu erkennen. Eine solche Handlungstheorie des Lebens soll außerdem auf ihre mögliche praktische Rolle im Leben befragt werden.



Donnerstag, 14. März 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Dunja Melcic
(Frankfurt am Main)

Heidegger und die Moderne -
Annäherung an ein fundamentales Mißverständnis

Daß Heidegger ein eminenter Denker der Moderne ist, lässt sich begründen, wenn man ein zweifaches Mißverständnis ausräumt. Zu nächst ist aufzuzeigen, daß Heidegger sein Denken dessen, "was (heute) ist", oft als platt erscheinenden Kulturkritik der Moderne vorführt. In diese Sparte fällt auch eine Beleuchtung von Heideggers Verhältnis zur NS-Bewegung. Das zweite Mißverständnis bezieht sich auf die Kritiker Heideggers, die ihn ausschließlich als einen anti-modernen Kulturkritiker und Verfechter der konservativen Revolution verstehen und damit den Sinn seiner radikalen Bemühungen, philosophisch dem Wesen der Moderne zu "entsprechen", erfehlen. Es schließen sind Reflexionen über die verpaßten Möglichkeiten einer produktiven Aneignung und Weiterführung der Heideggerschen Ansätze bei der philosophischen Auseinandersetzung mit der Moderne an.



Donnerstag, 21. März 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Brigitta von Wolff-Metternich
(Heidelberg)

Grenzen der Ethik und praktische Urteilskraft

Die philosophische Diskussion wendet ihre Aufmerksamkeit seit einiger Zeit verstärkt wieder den Fragen zu, die sich dem Denken deswegen stellen, weil der Mensch ein nach Grundsätzen handelndes Wesen ist, das bestimmter normativer Ordnungen bedarf, um mit seinesgleichen zusammenzuleben. Es ist jedoch die Frage, ob und inwiefern der Versuch gelungen ist, der Ethik die Stellung wieder einzuräumen, die sie in früheren Zeiten unangefochten behaupten konnte. Mit Rekurs auf Aristoteles und Kant werden die zwei Grundprobleme der gegenwärtigen Ethikdebatte diskutiert: das Begründungsund das Anwendungsproblem.



Donnerstag, 11. April 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil Klaus Reichert
(Frankfurt am Main)

"In diesem Herbst der Welt ..."

Die Entstehung des Neuen in den Wissenschaften aus dem Geist der Apokalyptik bei Francis Bacon und Isaac Newton.



Donnerstag, 18. April 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Barbara Merker
(Frankfurt am Main)

Theorien des Willens

Seit der griechischen Antike wird von den Philosophen und Theologen das Problem der Freiheit und der Schwäche des menschlichen Willens diskutiert. Hinzugekommen sind im 19. Jahrhundert noch die Tiefenpsychologen. Den noch scheint bisher keine schlüssige Theorie des Willens gelungen zu sein, das dieses uns so vertraute Phänomen adäquat beschreibt.



Donnerstag, 25. April 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. rer.nat. Thomas Görnitz
(Frankfurt am Main)

Quantenphysik, Gehirn und Geist

Die Quantentheorie ermöglicht es, das Verhältnis von Gehirn zu menschlichem Geist neu zu sehen. Sie erlaubt, Materie als "kondensierte abstrakte Information" zu verstehen und muß daher keine ontologische Differenz zwischen geistigen und materiellen Aspekten der Wirklichkeit postulieren. Sie kann vielmehr die Einheit von Leib und Seele als Basis jeden Lebens verstehen und den kartesischen Dualismus als lediglich nützliche Alltagsvorstellung begreifen. Lebewesen versehen einlaufende Information mit Bedeutung, und menschliche Gehirne sind darüber hinaus sogar in der Lage, all das und sich selbst zu reflektieren.



Donnerstag, 02. Mai 2002, 20:00 Uhr

Philosophie als Experiment
Das philosophische Gespräch im Forum

Eingeladen sind alle philosophisch Interessierten mit Lust zum Reden und Zuhören. Die Idee ist, daß jede Person, die einen Vortrag halten möchte, ihr Thema den anwesenden Zuhörer(inne)n kurz vorstellt, die danach darüber ab stimmen, welchen Vortrag sie hören und diskutieren möchten.



Donnerstag, 16. Mai 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Heike Baranzke
(Essen)

Haben auch Tiere eine Würde?

Seit 10 Jahren schreibt die Schweizer Bundesverfassung vor, der "Würde der Kreatur" Rechnung zu tragen. In Deutschland wird gefordert, wir sollten für das "Tier als Mitgeschöpf" Verantwortung übernehmen. Wie begegnen Theologie, Philosophie und Rechtswissenschaften der beständigen Herausforderung durch manche Tierarten?



Donnerstag, 23. Mai 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. rer.nat. Jürgen Bereiter-Hahn
(Frankfurt am Main)

Biologische Voraussetzungen zur Ermöglichung menschlicher Freiheit

Unter Freiheit wird die Möglichkeit zu selbstbestimmtem Handeln verstanden, was Schuldhaftigkeit oder Verdienst einschließt. Dazu muß es biologische Voraussetzungen geben, die aber determiniert sind. Gibt es in der Evolution Selektionskriterien für indeterminierte Zustände? Inwieweit kann der Zufall konstitutiv für Freiheit sein? Wie stark ist die Dominanz der Gene? Als Resumé läßt sich aus solchen überlegungen die Möglichkeit eines zwar eingeschränkten, aber doch vom handelnden Menschen selbst bestimmten Verhaltens aufzeigen.



Donnerstag, 6. Juni 2002, 20:00 Uhr

Prof. Dr. jur. Klaus Günther
(Frankfurt am Main)

Wie literarisch ist das Recht?

Über das Verhältnis von Literatur und Recht wird meist nur dann gesprochen, wenn es um Fragen des Rechts und der Gerechtigkeit in der Literatur geht: Von Sophokles "Antigone" über Kleists "Kohlhaas" bis zu Kafkas "Prozeß". Seit einiger Zeit wird jedoch auch behauptet, daß das Recht selbst große Ähnlichkeit mit der Literatur besitze, vor den Gerichten werden Geschichten erzählt: Verfassungen sind zumeist das Ergebnis einer kollektiv erzählten historischen Erfahrung; in Rechtsordnungen verkörpern sich kollektive Identitäten, deren Gehalt wiederum erzählbar ist. Diese Deutungen des Rechts werden kritisch geprüft.



Donnerstag, 13. Juni 2002, 20:00 Uhr

Dr. rer.nat. Friederike Korneck
(Frankfurt am Main)

Braucht die Wissenschaft die Lebenswelt?

Nach einer in der Wissenschaftstheorie sehr verbreiteten Meinung gibt es ein Kontinuum zwischen Wissenschaft und Lebenswelt: die Physik sagt das schärfer und besser, was wir auch in der natürlichen Sprache aussagen. Empirische Untersuchungen in der Didaktik der Physik haben aber gezeigt, daß Schüler von einem stabilen lebensweltlichen Apriori ausgehen, das heute noch die Struktur einer Aristotelischen, d.h. vorneuzeitlichen Physik hat. Gibt es also doch ein lebensweltliches Apriori, wie manche Philosophen glauben?



Donnerstag, 20. Juni 2002, 20:00 Uhr

Dr. rer.nat. Berthold Suchan
(Gießen)

Zur Entstehung und Bedeutung kosmologischer Weltbilder

Kosmologische Weltbilder sind nicht nur Versuche, die Entstehung und die Entwicklung kosmischer Strukturen zu erklären. Sie bieten auch den Horizont für ein Verständnis, wie der Mensch in den Gesamtverband der Natur einzuordnen ist. Der Vortrag skizziert die Entstehung von Weltbildern in einer naturalistischen Perspektive, stellt die historisch zentralen kosmologischen Modelle vor und zeigt, daß die Entwicklung der Naturwissenschaften, respektive der Kosmologie keine Kränkung für das menschliche Selbstverständnis bedeuten.



Donnerstag, 27. Juni 2002, 20:00 Uhr

Dr. phil. Wolfgang R. Köhler
(Frankfurt am Main)

Warum können nicht alle Gedanken oder Aussagen falsch sein?

Die Antwort auf diese Frage ergibt sich aus einem richtigen Verständnis des Unterschieds zweier Begriffe: dem pragmatischen des Wissens und dem semantischen der Wahrheit. Obwohl der Wissensbegriff von dem Wahrheitsbegriff systematisch abhängt, spielen beide eine verschiedene Rolle in den Erkenntnisprozessen. Darüber hinaus wäre eine Bejahung der Frage eine selbstwidersprüchliche Aussage, weshalb sie nicht wahr sein kann.




Für das nächste Jahr

wird unser Programm rechtzeitig hier veröffentlicht.


Kostenbeitrag

pro Vortrag € 8.-,
€ 5.- für Student(inn)en


Öffentliche Verkehrsmittel

Adresse und Anfahrts-Skizze finden Sie hier.

vom Hauptbahnhof:
U 5 bis Glauburgstraße

von der Konstablerwache:
Straßenbahn, Linie 12 bis Friedberger Platz,
Bus, Linien 30 bzw. 36 bis Friedberger Platz