Donnerstag, 25. Januar 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Gerhard Gamm
(Darmstadt)

Bestimmtheit und Unbestimmtheit des Wissens

Es fehlt wenig, um Philosophie überhaupt durch die Begriffe "Bestimmung" und "Bestimmen", nicht zuletzt "Selbstbestimmung" zu definieren. Bestimmen bedeutet, etwas innerhalb seiner Grenzen festlegen. Man kann Philosophie als Unternehmen ansehen, das an den Grenzen des Wissens angesiedelt ist und sich in fast allen Teilen damit beschäftigt, sich über die Wissensgrenzen und ihre Sicherung (mit Gründen) zu verständigen: genau zu bestimmen, bis wohin etwas legitimer Weise gewußt werden kann. Wie und auf welchen Ebenen gerät das Wissen ins Unbestimmte, Ungewisse und Ungefähre?.
 


Donnerstag, 1. Februar 2007, 20:00 Uhr

Privatdozent Dr. phil. Wolfgang R. Köhler
(Frankfurt am Main)

Dürften die Menschen die Menschenrechte abschaffen, wenn sie es wollten?

Mögliche Antworten bezögen sich auf Präferenzen von Menschen, auf die Gesellschaftsform der Demokratie oder auf die Autonomie und Würde des Menschen. Eine theologische Antwort bezöge sich vermutlich auf Gott.
 


Donnerstag, 8. Februar 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Dr. theol. Matthias Lutz-Bachmann
(Frankfurt am Main)

"Bildung" durch Wissenschaft?
Über den Zusammenhang von Wissenschaft und Bildung.

Die Hochschulpolitik und die Ziele der Schulreform haben in den vergangenen Jahrzehnten Ausbildungskonzepte entwickelt, die sich an anderen Zielen als dem Humboldtschen Bildungsideal orientieren. Vor diesem Hintergrund wird die Frage nach einer breiten Uberlieferung des Bildungsbegriffs diskutiert: inwiefern eignen sich die Wissenschaften selbst als Programm zur "Bildung"?
 


Donnerstag, 15. Februar 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Herbert Schnädelbach
(Hamburg)

Wandel des Vernunftbegriffs ? Zu einer Geschichte der Vernunft


 


Donnerstag, 22. Februar 2007, 20:00 Uhr

Dr.phil. Louise Röska-Hardy
(Dortmund)

Gibt es Personen in der natürlichen Welt?

In unserem Alltagsleben verstehen wir uns als Personen. Zentral für dieses Selbstverständnis ist das psychische Leben, das wir uns selbst und anderen zuschreiben, um Denken und Handeln zu beschreiben, zu antizipieren und zu erklären. Gleichwohl betrachten wir uns selbst und andere, die wir für Personen halten, als komplex organisierte Lebewesen, die auch Gegenstand naturwissenschaftlicher Forschung sind. Die empirisch erfolgreichen Natur- und Biowissenschaften erheben den Anspruch, fundierte Erkenntnisse und vollständige Erklärungen über die Natur zu liefern, dem zufolge alles, was über die natürliche Welt gesagt werden kann, sich mit den Methoden, Begriffen und Kategorien der Naturwissenschaften erfassen lässt. Personen kommen jedoch in den naturwissenschaftlichen Theorien nicht vor. Wir alle verstehen uns als Personen, aber gibt es Personen in der natürlichen Welt?
 


Donnerstag, 1. März 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Manfred Geier
(Hamburg)

Wie Wittgenstein die Psychoanalyse gesehen hat


 


Donnerstag, 8. März 2007, 20:00 Uhr

Dr. phil. Alexander Becker
(Frankfurt am Main)

Warum sind Ideen nicht im Kopf?

Als "Ideen" bezeichnete Platon Eigenschaften, und ihm wird oft die These zugeschrieben, diese "Ideen" seien irgendwo außerhalb von uns, so ähnlich wie Gegenstände. Kann man dieser These Sinn abgewinnen, und wenn nein, wie anders können wir verstehen, daß Eigenschaften etwas Objektives sind?
 


Donnerstag, 15. März 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Martin Seel
(Frankfurt am Main)

Erinnerung an die Gegenwart - über eine Dimension ästhetischer Bildung

Von Bildung und ästhetischer Bildung ist oft die Rede. Die Verbesserung der Bildungsanstalten soll dem Standort Deutschland auf die Sprünge helfen und dem sozialen Frieden unter die Arme greifen. Darüber wird vergessen, daß Bildung und insbesondere ästhetische Bildung in sich selbst einen Wert hat. Denn die Aufmerksamkeit für künstlerische Formen verändert das Bewußtsein existentieller und historischer Zeit. Ästhetische Formen sind nämlich ausgezeichnete Gelegenheiten einer Erinnerung an die Gegenwart unseres Lebens.
 


Donnerstag, 22. März 2007, 20:00 Uhr

Dr.jur. Dr.phil. Paul Tiedemann
(Frankfurt am Main)

Gibt es Pflichten gegen sich selbst?

Für Kant gab es neben den Pflichten gegen andere Menschen auch Pflichten gegen sich selbst. Manche Philosophen bestreiten das. Für sie gibt es nur Pflichten gegen andere Menschen. Aber ist es nicht vielleicht so, daß es überhaupt nur Pflichten gegen sich selbst gibt?
 


Donnerstag, 29. März 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Andrea Esser
(Marburg)

Wie sollen wir sprechen?

Wenn wir uns fragen, wie wir sprechen sollen, dann beziehen wir uns auf die Sprache, nicht als Quelle oder rechtfertigende Instanz von Erkenntnissen und moralischen Überzeugungen, sondern als Gegenstand einer kritischen Untersuchung. Unter deren Perspektive gilt es herauszufinden, wie unser Sprechen überhaupt einem moralischen Anspruch unterstellt werden und ob dabei die moralische Dimension unseres Sprechens einen verbindlichen Charakter erlangen kann.
 


Donnerstag, 19. April 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr.phil. Wolfgang Künne
(Hamburg)

Gibt es nur Einzelnes oder auch Allgemeines?


 


Donnerstag, 26.April 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Hans-Dieter Mutschler
(Krakau)

Haben Tiere Moral?


 


Donnerstag, 3. Mai 2007, 20:00 Uhr

Privatdozent Dr. phil. Wolfgang Mack
(Frankfurt am Main)

Was ist im Menschen drin? Reflexionen über Innerlichkeit


 


Donnerstag, 10. Mai 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Geert Keil
(Aachen)

Wir können auch anders. Über Naturgesetze, Handlungsvermögen und Anderskönnen

In der neueren Freiheitsdebatte wird es als eine steile These dargestellt, daß jemand unter denselben Umständen auch anders hätte handeln können, als er tatsächlich gehandelt hat. Es scheint aber klar, daß das So-oder-Anderskönnen zum Sinn des gewöhnlichen Handlungsbegriffs gehört. Pointiert gesagt: Wer nicht auch anders kann, kann überhaupt nicht. Aufgabe der Philosophie in dieser Debatte kann es nicht sein, diesen libertarischen Gehalt unserer gewöhnlichen Rede über Handlungen wegzuinterpretieren. Denn: steht irgendetwas, was wir wissenschaftlich oder philosophisch wissen, dieser Freiheitsunterstellung entgegen?
 


Donnerstag, 24. Mai 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Pirmin Stekeler-Weithofer
(Leipzig)

"Entweder-Oder" - oder? Reflexionen zum Zweiwertigkeitsprinzip


 


Donnerstag, 31. Mai 2007, 20:00 Uhr

Dr. phil. Jan Slaby
(Osnabrück)

Gefühl und Weltbezug

Die Gefühle des Menschen im Kontext einer neo-existentialistischen Konzeption von Personalität
 


Donnerstag, 14. Juni 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Marcus Willaschek
(Frankfurt am Main)

Ist der Tod ein Übel ?

Reflexionen zu Epikur
 


Donnerstag, 21. Juni 2007, 20:00 Uhr

Programmänderung:

Dr. phil. Hans Zitko
(Frankfurt am Main)

Was ist ein Museum?
Bedingungen der Wahrnehmung bildender Kunst

Die Bedingungen, unter denen Kunstwerke ausgestellt werden, sind für deren Rezeption von erheblicher Bedeutung. Eine Theorie der Kunst bedarf deshalb einer Analyse der hier entscheidenden Präsentationsapparate. Eine prominente Rolle für die Kunst spielt vor allem das Museum und sein durch entsprechende Konventionen geregelter Gebrauch durch das Publikum. Der Vortrag versucht, die hier relevanten Strukturen im Rahmen einer pragmatischen Medientheorie transparent zu machen.
 


Donnerstag, 28. Juni 2007, 20:00 Uhr

Dr. phil. Richard Purkarthofer
(Kopenhagen)

Der Schauder des Gedankens

Ethik und Religion in Kierkegaards Buch "Furcht und Zittern".
 


Donnerstag, 5. Juli 2007, 20:00 Uhr

Prof. Dr. phil. Anton Leist
(Zürich)

Wirksamkeit statt Wahrheit: Warum ethische Theorien überflüssig sind

Ethische Theorien wie insbesondere der Utilitarismus und der Kantianismus (teleologische und deontologische Theorien) beherrschen das Feld der Moralphilosophie. Anhand ihrer internen Probleme läßt sich zeigen, daß sie unsere festen moralischen Überzeugungen nur verzerren, bestenfalls von ihnen profitieren anstatt sie zu begründen. Als ihr Grundfehler wird ihre Suche nach theoretischer moralischer Wahrheit diagnostiziert. Anstatt des Starrens auf moralische Wahrheit sollten wir vielmehr auf praktische Wirksamkeit achten. Eine Ethik der Wirksamkeit sollte die heutige der Wahrheit ablösen.
 


13. September 2007, 20:00 h

Kehrein mit Hegel:

Kleine Lesung aus Stekeler-Weithofers letztem Hegel-Buch


 


20. September 2007, 20:00 h

PD Dr. phil. Eva Schürmann
(Darmstadt)

Über die Unabweisbarkeit der Forderung nach Gerechtigkeit


 


27. September 2007, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Petra Gehring
(Darmstadt)

Das Bild vom Sprachbild - die Metapher und das Visuelle


 


4.Oktober 2007, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Helmut Pape
(Bamberg)

Die angebliche Unsichtbarkeit der Welt


 


11. Oktober 2007, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Simone Dietz
(Düsseldorf)

Lügen sind nicht grundsätzlich unmoralisch


 


18. Oktober 2007, 20:00 h

PD Dr. phil. Wolfgang R. Köhler
(Frankfurt am Main)

Die Grenzen des Sagbaren


 


25. Oktober 2007, 20:00 h

PD Dr. phil. Wolfgang Mack
(Frankfurt am Main)

Warum das Bewußtsein einen Körper braucht


 


1. November 2007, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Andreas Kemmerling
(Heidelberg)

Warum der Begriff der Person besonders schwierig ist


 


8. November 2007, 20:00 h

PD Dr. phil. Wolfgang R. Köhler
(Frankfurt am Main)

Sichhineinversetzen und andere hermeneutische Chimären


 


15. November 2007, 20:00 h

Prof. Dr. phil Sven Walter
(Osnabrück)

Wir tun, was wir wollen. Aber warum?


 


Terminänderung:

Donnerstag, 22. November 2007, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Micha Brumlik
(Frankfurt am Main)

Augustinus und seine „Bekenntnisse": Die Geburt des autobiographischen Bewußtseins aus dem Geist des Christentums


 


29. November 2007, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Wolfgang Künne
(Hamburg)

Gibt es nur Einzelnes oder auch Allgemeines?


 


6. Dezember 2007, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Elke Brendel
(Mainz)

Die neue Atheismusdebatte aus philosophischer Sicht


 


13. Dezember 2007, 20:00 h

Prof. Dr. phil. Thomas Bernhard Seiler
(Bensheim)

Das Spannungsverhältnis zwischen Psychologie und Philosophie